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Strom & Stromanschluss: Was deine Location wissen muss

Strom und Stromanschluss für eine Fotobox

Der häufigste Grund, warum am Eventtag irgendetwas nicht funktioniert, ist nicht die Fotobox oder Photobus, nicht das Wetter und nicht der Untergrund. Es ist der Strom. Genauer: ein Stromanschluss, den wir uns mit der Bar, der Beschallungsanlage oder der Lichtsteuerung teilen müssen. Das wollen wir dir ersparen. Dieser Guide erklärt, was wir brauchen und warum.

💡 Worum es hier geht

  • Kernfrage: Welchen Stromanschluss braucht der Photobus?
  • Anschluss: Normale 230V-Schuko-Steckdose, eigener Stromkreis
  • Absicherung: Mindestens 10A auf diesem Stromkreis, ausschliesslich für uns
  • Kabel: Wir bringen 30–40 Meter Kabelrolle mit
  • Generator: Nur Inverter-Generator, mindestens 2000W
  • Ziel: Stabiler Betrieb von Blitz, Drucker, Leuchtschrift und Fototechnik ohne Ausfälle

📊 Schnellübersicht für deinen Elektriker*in / Eventtechniker*in

AnforderungDetail
Steckdose230V Schuko (T13 / CEE 7/4 oder T23), handelsüblich
StromkreisEigener Stromkreis, ausschliesslich für uns
AbsicherungMindestens 10A Leitungsschutzschalter
Maximaler Spitzenverbrauchca. 1000–1100W (alle Geräte gleichzeitig)
Normalbetriebca. 300–500W
KabelverlängerungWir bringen 30–40m mit
Generator (nur falls nicht anders möglich)Inverter-Generator, mind. 2000W, saubere Sinuswelle
PhasenzahlEinphasig, 230V reicht vollständig aus
CEE / KraftstromNicht erforderlich

Warum ein eigener Stromkreis so wichtig ist

Das ist die Frage, die wir am häufigsten bekommen: «Eine normale Steckdose reicht doch, oder?» Grundsätzlich ja. Aber es kommt darauf an, was sonst noch auf demselben Stromkreis hängt.

Der Photobus hat mehrere Geräte, die kurze, starke Stromspitzen ziehen. Der Studioblitz lädt seinen Kondensator beim Recycling auf. Das ist eine kapazitive Last, die für eine Zehntelsekunde den Strom kurz in die Höhe zieht. Gleichzeitig heizt der Drucker beim Drucken seinen Thermokopf auf. Zusammen mit Tablet, Monitor, LED-Innenbeleuchtung und der Leuchtschrift auf dem Dach kommen wir auf Spitzenwerte um die 1000W.

Das sind Werte, die eine normale Steckdose problemlos verträgt. Das Problem ist, was passiert, wenn auf demselben Stromkreis gleichzeitig die Beschallungsanlage hochfährt, die Barbeleuchtung an- und ausschaltet oder der Caterer seine Kaffeemaschine startet. Die Spannung bricht kurz ein. Das reicht, damit der Drucker mitten im Druckjob einen Fehler wirft oder der Blitz nach dem nächsten Foto nicht mehr recyclet.

Deswegen sagen wir intern immer: eigene Phase, eigener Kreis. Das klingt nach mehr, als es ist. In einer normalen Eventhalle oder einem Saal bedeutet das schlicht: eine Steckdose, die über einen eigenen 10A-Leitungsschutzschalter im Verteilerkasten abgesichert ist, und auf der kein anderes Gerät hängt. Wir haben eigentlich nie Probleme, wenn das gewährleistet ist.

Unsere Geräte im Detail

Elinchrom D-Lite RX 4 (Studioblitz, 400Ws)

  • Versorgungsspannung: 90–260V AC, 50/60 Hz, automatische Erkennung
  • Leistungsaufnahme beim Laden: ca. 500–600W Spitze (kurze Pulse, unter 1 Sekunde)
  • Recyclezeit: 0.35–1.6 Sekunden
  • Im Standby / Bereitschaft: Modelling-Lampe, ca. 100W bei voller Helligkeit (bei uns meist auf niedrig oder aus)

DNP DS620A (Dye-Sub-Drucker)

  • Versorgungsspannung: 100–240V AC, 50/60 Hz
  • Leistungsaufnahme beim Drucken bei 240V: 1.6A = ca. 370W
  • Standby: unter 0.5W

Leuchtschrift auf dem Dach (68 Glühbirnen)

  • Wattanzahl der einzelnen Birnen bitte bei Bedarf anfragen
  • Typischerweise 3–5W pro Birne (LED) oder mehr bei klassischen Glühbirnen
  • Beispielrechnung bei 5W/Birne: 68 x 5W = 340W

Rest (Tablet, Monitor, LED-Innenbeleuchtung)

  • ca. 100–150W

Gesamter Spitzenverbrauch (alle Geräte gleichzeitig, konservativ): Blitz (Spitze) 600W + Drucker 370W + Leuchtschrift (Richtwert) 340W + Rest 150W = ca. 1460W theoretisch.

In der Praxis: Blitz-Laden und Drucken überschneiden sich selten vollständig, und die Leuchtschrift läuft mit der Absicherung oft auf einem separaten kleinen Kreis direkt im Bus. Realistischer Spitzenbedarf am Aussennetz: 900–1100W.

Ein 10A-Kreis bei 230V kann 2300W dauerhaft liefern. Mit einem Sicherheitspuffer von 50% redet man von einer Dauerlast bis 1150W, was für uns komfortabel reicht.

Kabelverlängerung

Wir bringen immer eine eigene Kabelrolle von 30–40 Metern mit. In den allermeisten Fällen reichen wir damit von der nächsten Steckdose zum Bus, ohne dass du etwas zusätzlich organisieren musst.

Falls der Standort aussergewöhnlich weit von der nächsten Steckdose entfernt ist (mehr als 40 Meter Kabelweg), melde das bitte vorab. Bitte keine mehrstufigen Verlängerungen von anderen Eventdienstleistern dazwischenstecken lassen. Unterschiedliche Kabelquerschnitte und unbekannte Belastungen sind ein Risiko.

Events ohne Stromanschluss: der Generator

Festivals, Outdoor-Locations, Wiesen, Scheunen ohne Elektroanschluss, das kennen wir. Der Photobus ist dort theoretisch voll betriebsfähig, vorausgesetzt der Generator erfüllt eine entscheidende Bedingung.

Nur Inverter-Generatoren funktionieren zuverlässig.

Ein normaler Generator produziert Strom mit Spannungsschwankungen von bis zu ±10% und einer unsauberen Sinuswelle. Für robuste Geräte wie Bohrmaschinen kein Problem. Für empfindliche Elektronik, und Studioblitze sowie Thermo-Drucker sind empfindliche Elektronik, kann das zu Fehlfunktionen führen: der Blitz recycelt nicht korrekt, der Drucker wirft Fehler, im schlimmsten Fall werden Kondensatoren geschädigt.

Ein Inverter-Generator erzeugt zuerst Gleichstrom und wandelt ihn dann digital in eine saubere Sinuswelle um. Die Ausgangsspannung ist stabil, egal wie schwankend die Last ist. Das ist der entscheidende Unterschied.

Was wir brauchen:

  • Inverter-Generator mit mindestens 2000W Nennleistung (nicht Spitzenleistung)
  • Stabile 230V-Ausgangsspannung
  • Standard-Schuko-Steckdose am Generator-Ausgang

Bewährte Modelle (nicht abschliessend):

  • Honda EU22i (2200W)
  • Yamaha EF2000iS (2000W)
  • Comparable inverter generators anderer Hersteller

Diese Modelle sind leise genug, um in der Nähe eines Events zu stehen. Den Generator und den Betriebsstoff organisiert ihr als Location oder Veranstalter.

Häufige Fragen zu Strom und Generator 

Reicht eine normale Haushaltssteckdose?

Ja, in den allermeisten Fällen reicht eine gewöhnliche 230V-Schuko-Steckdose aus. Entscheidend ist, dass sie auf einem eigenen Stromkreis liegt und nicht mit anderen Verbrauchern geteilt wird.

Wir haben nur eine Mehrfachsteckdose auf dem Stromanschluss. Geht das?

Kommt darauf an, was sonst noch dran hängt. Wenn die Mehrfachsteckdose ausschliesslich für uns genutzt wird und der Kreis keine anderen Grossverbraucher hat, ist das in Ordnung. Liegt da aber auch der DJ oder die Bar drauf, werden wir Probleme haben.

Müssen wir eine CEE-Steckdose (roter Dreipolstecker, Kraftstrom) bereitstellen?

Nein. Eine normale Schuko-Steckdose bei 230V reicht vollständig aus. CEE-Steckdosen benötigen wir nicht.

Was ist der Unterschied zwischen einem Inverter-Generator und einem normalen Generator?

Ein normaler Generator produziert Strom direkt durch die Rotation, die Ausgangsspannung schwankt je nach Last. Ein Inverter-Generator erzeugt zuerst Gleichstrom und wandelt diesen in eine stabile Sinuswelle um. Für empfindliche Elektronik wie Studioblitze und Dye-Sub-Drucker ist das nötig.

Können wir einen beliebigen 2000W-Generator verwenden?

Nur wenn er ein Inverter-Generator ist. Ein normaler 2000W-Generator kann trotz ausreichender Leistung Probleme verursachen.

Wir haben Probleme mit Generatorbetrieb gehabt. Was tun?

Meldet euch vor dem Event bei uns. Wir klären dann gemeinsam, ob der vorgesehene Generator geeignet ist. Hersteller und Modell reichen.

Ihr bringt 30–40 Meter Kabel mit. Müssen wir nichts vorbereiten?

In der Regel nicht. Wenn der Busstandort weiter als 40 Meter von der nächsten Steckdose entfernt ist, gebt uns bitte vorab Bescheid.